Von einem, der einmal reich war

06.02.2010

Gefunden in den Kommentaren bei Don Alphonsos FAZ-Blog Stützen der Gesellschaft. Die Sternchen im vorletzten Absatz sollen wohl “Scheiß” heißen. Der Don ist da sehr rigoros.

ich werde jeden tag glücklicher. habe jetzt normale menschen um mich . keine fassadenfalschgrins..mein haus -mein auto- meine pferdepflegerinnen-dummdödel die selbigst alle den wert des lebens verkennen und sich in raum und zeit des wichtigseins verlieren. aus meiner s-klasse wurde ein 15 jahre alter kleinwagen-aus meinem haus eine werkstatt mit wohnen – mein schweizer konto hab ich verschenkt – mein wichtigsein an der garderobe abgegeben – an meinem pc hängt ein zettel..arbeite nie wieder in deinem leben für dinge die du nicht brauchst-. ich brauch mich mit nichts und keinem mehr rumschlagen-weder mit STEUERAMTSMÄNNERN – WICHTIGZÖLLNERN – FINANZAMTSTEUERBERATERHELFER- RECHTSVERDREHER – MINIMALIQRICHTER……ich habe sehr viel freude am leben, bin ausgeglichen, absolut stressfrei, vollkomen  locker, reales einfaches leben…..

gaunerschäuble, überfordertmerkel, seeblödel,  u.a. POprolitiker,   ( selbigst alle fischfutter für den grossen knall, den die, die wissen was kommt, sind alle aus der schusslinie geritten) haben ihr haltbarkeitsdatum schon weit überschritten, schimmeln, stinken und gehören auf den müll der geschichte.

*** was auf die kohle…*** was auf schweiztaler und lichtensteinbrain-alles nur geld.. unergiebiger schwachmattiger stresss.

frieden, liebe und  für andere da, ist 1000 x schöner.denn es bleibt dir nichts ..wenn du den deckel zuschiebst. NIX auch, wenn dir die ganze welt gehörte.

hans von der osten zu Don Alphonsos Faz-Posting
Dem Staat einen Steuerhinterzieher stiften


Opel Roulette – Reloaded

05.02.2010

Na gut, ganz so alt, wie auf dem Bild, war die Mühle nicht, aber ich hätte das Opel Roulette so spielen sollen, wie weiland beschrieben. Stattdessen habe ich noch über 3.000 ,– € in die alte Karre gesteckt und letzte Woche hat sich dann der Motor verabschiedet. Mist!

Opel Kadett Caravan auf Feldweg vor Löwenzahn


CD des Jahres

04.02.2010

Soeben fertig geworden: Steuerhinterzieher 2009 – Swiss Edition.
Morgen fahre ich nach Berlin – kleines Schwätzchen mit Angie und Wolle.

Danach weiter nach Los Angeles zu MTV. Einen Grammy will ich dafür natürlich auch!

CD des Jahres


Jahrhundertwinter

03.02.2010

Selbst die Alten im Dorf können sich kaum an einen solch schneereichen Winter erinnern, wie wir ihn derzeit erleben. Alle schimpfen und wissen nicht mehr, wohin mit dem vielen Schnee. Nur dem Kleinen hier gefällt’s. Er erobert jeden Schneehaufen, sagt sein Frauchen und richtig witzig wird es, wenn er zusammen mit seinen Geschwistern, von denen noch zwei im Dorf leben, das Burgherrenspiel spielt. Abwechselnd ist einer oben auf dem Haufen und die anderen versuchen, ihn unter lautem Gebell und Gequieke von dort wieder herunter zu bekommen. Ein feiner Welpenspaß, den ich schon das ein ums andere Mal vom Wohnzimmerfenster aus beobachtet habe.

Der Reinhold Messner unter den Welpen


Wieviele Erdbeereise muss der Mensch noch essen

02.02.2010

Zur Zeit häufen sich hier Postings in der Kategorie Musik. Weiß auch nicht genau warum, könnte aber daran liegen, dass wir demnächst mal wieder einen Gig haben und ich verstärkt am Abend übe.

Heute gibt’s was von Herrn Lehmann, äh Sven Regener. Am vergangenen Dienstag ist der mit seiner Truppe Element of Crime in Erlangen aufgetreten und ich könnte mir heute noch eine Wendeltreppe in den Hindern beißen, dass ich da nicht hin bin. Aber die Scheißkarre war verreckt und langsam glaube ich, ich hätte dieses Posting vor einem guten halben Jahr nicht machen dürfen, denn seither häuften sich die Ausfälle des Autos. Jedenfalls habe ich es jetzt verkauft.

Sei’s drum – Ende November war Element of Crime bei Ina Müller im Fernsehen zu sehen und der knorrig, spröde Sven hat zusammen mit Gastgeberin Ina dieses großartige Lied gesungen.

An dieser Stelle darf ich allen Söhnen Mannheims, Ich und Ichs, Xavier Naidoos und Herbert Grönemeyers dieser Welt zurufen: doch, es funktioniert – man kann richtig gute Songs mit deutschen Texten machen.

Übrigens: Sven Regener ist (natürlich) 1961 geboren – wenn auch am 1. Januar gerade mal so.


Sag’ zum Abschied leise SERVUS

28.01.2010

Mein Lieblingsbild aus der MASH-Saison 2009: Sängerin Dana und ihr schneidiger Gitarrist in Noahs Beach Garden in Nürnberg.

Groove & Blues & Move

Tja, leider, leider wird uns Dana, die Frau mit der Wahnsinns-Stimme demnächst verlassen, weil sie mit ihrer Familie nach Wien zieht.
Aber vorher sagt sie noch einmal laut und deutlich SERVUS, nämlich bei ihrem Abschiedskonzert am 13. Februar im Grünen Schwan in Eschenbach.
Es ist (wieder mal) das Faschingswochenende und MASH wird (wieder mal) keine Faschingsmusik spielen.

Also kommet zuhauf, egal, ob mit oder ohne Pappnase. Aber die roten Tanzschuhe, die solltet ihr schon anziehen.


Themenwechsel

26.01.2010

Einen recht einen gscherten Landler im Dreivierteltakt haben wir uns am Wochenende für die fünfzigjährige Jubilarin ausgedacht, Freund Günter, die Liebste und ich. Und weil sich ein recht ein gscherter Landler am besten im Dirndl, Ganzkörperloden und Gamsbart präsentiert, haben wir uns in die kratzerte und beschürzte Kluft geworfen und losgewalzert.

Jubiläumslandler

War natürlich wieder eine mords eine Gaudi, auch wenn mir mitten im Landler die rechte Hand nicht mehr so rechtschaffen gehorchen wollte und ich deshalb einen recht einen Mist zusammengezupft habe (Überanstrengung, eingeklemmter Nerv, ach was weiß ich).

Danach erst einmal ein Bier.
Kein Mensch kann ermessen, wie ein Bier nach einem Landler in Originalkluft schmeckt. Kein Mensch, sog i !!

Nach dem Auftritt und nach dem Bier und nach dem Umziehen: Jubiläumsgespräche.
Interessant in dem Zusammenhang, wie sich die Gesprächsthemen über die Jahrzehnte wandeln.

In der Reihenfolge ihrer dekadischen Aufarbeitung:

- Motorräder und Autos
- Wasch- und Geschirrspülmaschinen
- Hausbau und Wohnungskauf
- Krankheiten und Tod

Letzteres mag im Zusammenhang mit einer Geburtstagsfeier zum fünfzigsten etwas despektierlich anmuten, auch wenn mich meine zitternde, rechte Hand im ersten Moment schon ein wenig beunruhigt hat, aber Tatsache ist, dass sehr viele Menschen gerade um die fünfzig, mit dem Tod konfrontiert werden, weil die Eltern alt und gebrechlich sind und es nur eine Frage der Zeit ist, wann der eine oder die andere sterben wird.

Also wurden Sterbeversicherungen diskutiert, die Notwendigkeit, sich alsbald um einen Platz im Altersheim und auf dem Friedhof zu kümmern, Wohnungen und Häuser alters- und behindertengerecht zu gestalten.

Zum Glück waren unter den Gästen auch ein paar Jugendliche. Die spielten Fußball auf einem Bolzplatz vor dem Haus.
Zu ihnen bin ich geflohen. Die frische Luft und ihre Jugend taten gut und die Raucher vor der Tür scherten sich auch nicht um den Tod.


Rock the Fink

22.01.2010

Auf leichten Schwingen frei und flink
Zum Lindenwipfel flog der Fink
Und sang an dieser hohen Stelle
Sein Morgenlied so glockenhelle.

Wilhelm Busch



Welch ein Anblick

21.01.2010

Auszug aus meinem Feedreader:

Digitale Kekse allenthalben

Und hier die LINKS:
[kolumnen.de]
Blogbibliothek
AxeAge


Digital Royal Dansk Cookies

15.01.2010

Weil sich die Liebste immer dann, wenn sie länger mit ihrer besten Freundin telefoniert, den Hals verrenkt, indem sie den Telefonhörer zwischen Ohr und Schulter klemmt und dabei nebenbei noch Küchen- und Haushaltstechnisches erledigt, habe ich ihr zu Weihnachten ein Headset gekauft, mit dem sie ohne Schiefhals telefonieren und mit zwei freien Händen ihre Nebenbeiverrichtungen erledigen kann.

Nun begab es sich aber, das just in dem Bereich unseres Hauses, in dem dies normalerweise geschieht, nämlich hauptsächlich in der Küche, der Empfang besagten Headsets am schlechtesten war, weil die funkende Telefonanlage im unteren Stockwerk steht und in der Küche offensichtlich die Reichweitengrenze des Funksignals bereits erreicht war.
Also waren die Alternativen, entweder das Headset wieder zum Händler zurückzubringen oder die Telefonzentrale ein Stockwerk höher im Flur aufzustellen. Weil ich nicht um ein Weihnachtsgeschenk ärmer sein wollte und außerdem technischen Basteleien durchaus zugeneigt bin, habe ich mich für Alternative Nr. 2 entschieden und ISDN-Box, ISDN-Telefon-Anlage, Telekom-Splitter, DSL-Router und die beiden DECT-Telefonanlagen (als Selbständige und ISDN-Nutzer haben wir natürlich mindestens zwei Telefon-Nummern) abgeklemmt, nach oben getragen, im Flur auf ein Schränkchen gestellt und wieder angeschlossen. Muss ich erwähnen, dass besagtes Schränkchen über die Jahre mit allem Möglichen zugestellt war und ich bis heute nicht weiß, wohin mit dem ganzen Kram?

Aber, wie das so ist, bei derartigen Aktionen: erst einmal AEG – Aufstellen, Einschalten Geht nicht. Ich habe daraufhin alle Kabel geprüft und tatsächlich eine abgerissene Lötstelle in einem Stecker gefunden. Dann war noch ein lästiger Treiber-Update der WLAN-Karte im Laptop notwendig, weil (natürlich) das weltweite Netzdingsbums nur noch äußerst stotternd funktioniert hat. Doch kaum waren zwei Tage nervenaufreibende Try-And-Error-Arbeit ins Land gegangen, war alles wieder wie vorher, inklusive der Möglichkeit, dass die Liebste mit zwei freien Händen und aufrechtem Gang lange Telefonate mit ihrer Freundin in der Küche führen konnte.

Allerdings übertrugen seither zwei Fernsehsender ihr Bild äußerst grobpixelig, so wie von einer alten EGA-Grafikarte erzeugt (die älteren unter den Lesern werden sich noch erinnern) und mein Verdacht, dies könnte unter Umständen von den beiden Funktelefonen herrühren, die seit der Umbauaktion nur wenige Meter weiter, im Flur neben dem Fernseh-Satellitenreceiver stehen, wurde in diversen Internetforen nachhaltig bestätigt. Diese Telefone, hieß es dort, würden auf der gleichen Frequenz funken, wie beispielsweise Tele5 und DSF.
Nun, um Tele5 wäre es nicht unbedingt schade gewesen, aber weil ich dann, wenn die Liebste bereits im Bett ist, gerne Sexy Sportclips Golfübertragungen im Deutschen Sportfernsehen ansehe, war ich schon etwas verärgert und habe mich in einschlägigen Foren schlau gemacht, was denn nun zu tun sei.

Eine sogenannte DECT-Abschirmbox sei die Lösung, hieß es da und wurde mit folgender Erklärung untermauert: Digitale Funktelefone haben die unangenehme Angewohnheit, permanent und mit enorm hoher Sendeleistung nach ihren Mobilteilen zu suchen, so wie eine besorgte Mutter nach ihren Kindern. In den meisten Fällen allerdings sei diese hohe Leistung überhaupt nicht notwendig, weil die Mobilteile gar nicht so weit entfernt seien und wie die Kinder ganz brav in ihrem Kinderzimmer spielten. Man könne diese Leistung also ruhigen Gewissens verringern, indem man die Anlage in eine Abschirmbox einsperre, die in stylischer Form und modischen Farbabstufungen (grau, hellgrau, anthrazit) für schlappe 80 EURO zu haben sei.

Hm, ganz schön happig, dachte ich und errechnete mühsam in meinem über die Jahre hinweg von DECT- und Mobiltelefonen mikrowellengegrillten Gehirn, dass für zwei derartige Telefone ja gleich 160 EURO fällig wären, was mir gar nicht gefallen wollte.
Doch ein paar Absätze weiter unten im Forum erfuhr ich, dass eine gemeine Blechbüchse die gleichen Dienste leisten würde, wie eine in anthrazit oder grau gehaltene Abschirmbox. Ich packte also unsere Telefonanlage in eine Dose Royal Dansk Cookies, fummelte den Deckel auf die Box, der sich aufgrund der Kabel etwas störrisch benahm und siehe da, schon rundeten sich auf dem Fernseher die Pixel der vorher nur entfernt zu erahnenden DSF-Akteure zu Stabhochspringerinnen, Biathleten, Golfspielern und nach 23:00 Uhr zu Busenwundern.

Digital Royal Dansk Cookies

Hätte ich mir in den Schulbastelstunden meiner Kindheit auch nicht träumen lassen, im Jahr 2010, einem Jahr, von dem man weiland annahm, man würde mit fliegenden Autos reisen, sich von Robotern bedienen lassen und fremde Planeten besiedeln, mit einem Dosentelefon zu telefonieren.

Dieser Artikel erschien am 19. Januar 2010 auch bei kolumnen.de und am 21. Januar 2010 bei der Blogbibliothek